Es wird
wieder Winter. Gestern habe ich ein Fenster gesehen, das sah von innen so aus, als waere es von aussen voller Schnee. Da habe ich fast schon angefangen mich darauf zu freuen. So was…
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wieder Winter. Gestern habe ich ein Fenster gesehen, das sah von innen so aus, als waere es von aussen voller Schnee. Da habe ich fast schon angefangen mich darauf zu freuen. So was…
du hast nichts an und alle schauen auf dich. Das soll ja angeblich gegen alle Arten von Pruefungsangst helfen. Tut es nicht, aber witzig ist es. Lustigerweise hatte ich gerade diesen Monat das Angebot zum Aktstehen vor einer ganz netten Mal-Lerngruppe. Heute war ich wieder da, obwohl ich dort letzte Woche fast erfroren waere. Da es so ungemein interessant ist ZweiUndEineHalbe Stunde nur dazustehen, sich nicht zu bewegen, nichts zu lernen und trotzdem etwas mehr oder weniger sinnvolles (Geld verdienen - ueber den Sinn muss man sich streiten, aber die Chancen ohne gut zu ueberleben stehen nicht so gut) zu tun, dachte ich, dass ich euch liebe Freunde daran teilhaben lassen muss. Erst hatte ich eine Erkenntnis. Ja einfach so, nach einem ca 10 Minuten anhaltenden voelligem Phlegmatismus kam sie ploetzlich, nachdem sie mich eine Woche lang auf sich hat warten lassen. Der Rest war aber eher entspannt. Ich stand so eine halbe Stunde sehr gluecklich mit der Erkenntnis da rum und habe danach wieder angefangen so ueber dies und das rumzuspinnen. Mir ist dabei etwas witziges aufgefallen: nackt werde ich irgendwie immer idealisierter wahrgenommen als ich bin. So habe ich zum Beispiel sehr selten auf Bildern diese lustigen kleinen Roellchen, die sich auf meinem Bauch bilden wenn ich sitze, wiedergefunden (Und dabei esse ich meistens extra viel vorher). Ausserden bin ich irgendwie meistens an den falschen Stellen zu rund. Ich erwarte ja nicht, dass alle Menschen im originalgetreuen Abbilden ihr groesstes Vergnuegen sehen, aber dass sie alle so aehnliche “Verschoenerungen” vornehmen gibt mir schon zu denken, was die Welt von einem Menschen so erwartet. Na zum Glueck habe ich wenigstens diesbezueglich ein absolut solides Selbstbewusstsein und finde mich mit Roellchen viel toller als ohne. Desweiteren stelle ich fest, dass alle Maenner sehr viel schneller und abstrakter zeichnen als die Frauen, und viel lauter und selbstbewusster auftreten. Und weil ich gar keine Freundin dieser Bioerklaerungen bin, muss da irgendwas waehrend des Sozialisierungsprozesses passieren. Unser Verhaeltnis zu Nacktheit und Kunst muss durch Erziehung sehr dramatisch determiniert sein. Wie ich zeichnen wuerde? Schon aus Protest wild, laut, schnaufend und grotesk - aber ich beobachte wohl besser und lieber.
werde ich jetzt mal anfangen euch zu erklaeren womit ich mich gerade so herumschlage. Die Grundlage des projektiven Denkens.
Meine grundsaetzliche Einstellung im Leben ( ihr wisst schon - trief, subbel) ist ja: die Dinge die ich machen muss wenigstens ein bisschen gerne zu machen. Laecheln und hoffen dass sie zurueckgrinsen. Und ja es gibt sehr schoene und spannende Sachen an der Geometrie zu finden. Wie eben die Sache mit dem lustigen projektiven Denken. Ist nur eine Spielerei, aber eine huebsche.
Also zuerst nehemen wir uns mal eine Anschauungsebene her. Was ist das? Schau kurz einmal nach vorne ohne etwas konkretes zu fokussieren und stelle dir genau an der Stelle eine Ebene vor und - so einfach ist das - da ist sie.
Allen von euch die Mathematik nur als Formelgezauber, das man braucht um die Dinge konkret zu machen die man sich in der Physik so huebsch vorstellen kann, betrachten, wird das sehr liegen. Meine Ebene sieht nicht so gut aus. Aber egal. Auf unserer Ebene kann man, wenn man genau hinsieht, Punkte und Geraden finden. Wir koennen ja mal ein wenig damit rumspielen, das uebliche halt, verbinden zweier Punkte, schneiden zweier Geraden.. aber halt.. Da stimmt was nicht, wir koennen fuer zwei Geraden immer einen Schnittpunkt finden, nur nicht fuer die parallelen. Das ist doch ungerecht, oder? Aber weil wir uns die Ebene doch eigentlich selber vorgestellt haben, kann ja niemand was dagegen haben, wenn wir uns einfach noch fuer jeweils 2 solche Geraden einen Schnittpunkt (F1) dazu vorstellen. Am besten man stellt ihn sich sehr unvoreingenommen vor, also nicht so plump unendlich nennen, sondern Fernpunkt und dann mal weiter sehen. 2 Geraden schneiden sich in genau einem Punkt, also folgt sofort, dass, wenn wir uns noch 2 andere Parallelen vorstellen, diese einen eigenen neuen Fernpunkt (F2) brauchen.
Und nun ist es schon wieder so ein Unglueck. Fuer diese 2 Punkte gibt es bisher noch keine Gerade die sie verbindet. Und alle anderen Punkte haben sowas aber. Mist. Also einmal schnell blinzeln, schlucken und zack, wir stellen uns noch eine Ferngerade vor, die diese beiden Punkte verbindet. Aber soll das denn ewig so weitergehen? Nein nu ist Schluss. versprochen. Die Ferngerade hat genau einen Schnittpunkt mit jeder anderen Gerade und wenn ich mir einen Fernpunkt nehme und einen anderen Punkt, dann kann ich genau eine Gerade finden die beide verbindet.
Ja super. Und jetzt fangen wir mal an ein bischen Leben auf die Ebene zu bringen. Wie waere es mit einem Dreieck? Schnipp, da ist eins.
Und das werden wir jetzt mal ein bisschen aergern, Aber nicht irgendwie, wir wollen es nur ein bischen ziehen - zerren - stauchen - quetschen. Sonst nix. Eigentlich soll es grundsaetzlich so bleiben wie es ist, also kein Punkt soll ueber eine Gerade wandern, nur dicker oder duenner, so zum Beispiel ist zulaessig:
Aber da kann man ja noch viel mehr dehnen, immer weiter bis zur Ferngerade, durch die wollen wir es naemlich einmal durchziehen.
Huh, was ist da jetzt passiert? Genau, Punkt 2 ist auf den Fernpunkt gerutscht. Und weil das so gut geht, kommt jetzt Punkt 3 dran. Etwas merkwuerdig, aber absolut ein Dreieck wie es vorgeschrieben ist (3 Strecken und 3 Schnittpunkte):
Jetzt schnell die 3 wierder in’s Reelle zehen und noch die 1 ein bisschen verschoben.
Das ist ja inzwischen fast langweilig, also holen wir es mal wieder ganz vor:
Ne Moment mal, das ist nicht das Dreieck mit dem wir begonnen haben, irgendwer hat hier einen Punkt ueber eine Linie gezogen, etwas gespiegelt, selbst wenn ich alle Abstaende wieder so hinschiebe wie sie vorher waren…
Noch mal zum Vergleich:
Das war mein Dreieck!
Wo also ist der Trick? Oder anders, was soll mir das jetzt sagen?
Das bedeutet nichts anderes, als dass sich unsere Ebene, die wir uns so huebsch gerade vorgestellt haben, mit einem kleinen bisschen weiterspinnen, in eine einseitige Flaeche verwandelt hat. Es gibt kein Oben und kein Unten mehr. Als haetten wir ein Moebius Band daraus geklebt. Und ungefaehr das haben wir gerade wirklich gemacht. Zur besseren Anschauung schubse man mal ein Dreieck durch (!) so ein Band (Nicht draufdenken - sondern rein das ist wichtig).
Und so kann Mathe lernen aussehen. Manchmal…
tolle Frau.
In letzter Zeit hatte ich, nicht zuletzt dank vieler Tips und Sachleihen von euch, eine sehr merkwuerdige Filmsehphase. Und ich liebe Blade Runner. Erstaunlich, den kannte ich wirklich noch nicht. Wie immer ist es eine sehr schoene Frau die es mir vor allem angetan hat. Das sind sicher die Nebenwirkungen vom jahrelangen befreundet sein mit K, mit der ich ja schliesslich auch noch einige Zeit zusammengewohnt habe. Diesmal ist es also Rachel die ich euch nahebringen moechte:
Zuerst eine der wirklich hinreissendsten Femme Fatale, und das ist sie absolut, die ich je in einem Film sah:
Und ihre andere Seite:
Ich bin mir anhaltend unsicher wie ich diese Veraenderung nun finden soll. In Anbetracht der Tatsache, dass sie gerade ihre Vergangenheit als nicht ihre und ihre Zukunft als nicht mehr allzulange vorgefunden hat, muss ich ihr Einlassen auf Verletzlichkeit schon auch als grosse Staerke sehen. Wenn ich mir den Film noch ein paar mal angesehen haebe (Nebenbei dies ist auch eine Einladung ihn mit mir zu sehen, ich wuerde das auch gerne life diskutieren) werde ich euch meine weiteren Gedanken sicher nicht vorenthalten.
Sakiza hat sich in seinem neuesten Text Gedanken zum bloggen an sich gemacht. Ich bin ja auch eine Freundin davon mir Gedanken ueber etwas zu machen was ich gerade tue - also so ein bischen rekursiv beim Bloggen ueber das Nachdenken ueber das Bloggen nachzudenken.
Warum mache ich das? Es ist witzig, man kann der Welt so viele Dinge erzaehlen. Allerdings fallen die meisten wohl ins tiefe Datennirvana. Am Anfang dachte ich, dass mir dann, wenn ich mehr rede, auch mehr Leute antworten. Das ist eine unzulaessige Erwartung, wie ich festgestellt habe. Und den Gedanken, dass es an dem liegt was ich sage weise ich mal als persoenlich unzulaessige Idee zurueck.
Einiges wiederum sollte man nicht erzaehlen, sonst wissen’s ja dann gleich alle. Zum Beispiel so persoenliche Sachen, wie dass die Chance von mir gemocht zu werden sehr hoch ist, wenn man mich mit leckerem Essen manipuliert. Da kann ja dann jeder kommen, fuer mich kochen und ganz hinterhaeltig meine Zuneigung erschleichen (Hey, versucht das bloss nicht, wehe ne…).
Ja die technischen Sachen. So ein Blog kann gut aussehen. Meiner macht das (im Moment) nicht. Und die Sache mit dem Referrer habe ich auch schon laenger beaeugt und nicht so recht verstanden. Aber beides wird schon noch werden. Wenn nicht..
Meinen letzten Blog habe ich verlassen weil ich die dort angefangene virtuelle Persoenlichkeit zu nervig fand. Sicher ist sie ein Teil von mir, aber keiner den ich mit dieser hier gemeinsam veroeffentlichen will. Also habe ich sie verlassen. Ich treulose Tomate ich.
Aber gehen ist ja wichtig im Leben. Wie ich das wohl wieder meine? Sicher Dramatisch.
Bei den meisten meiner Freunde bin ich hochberuechtigt fuer scheussliche Filme und in der Tat zaehlen zu meinen Lieblingsfilmen ein paar ausgesucht supergeniale Exemplare dieser Gattung. Zuerst voellig klassisch:

Sie ist ja so suess! Eine der grossartigsten Frauenrollen in Filmen ueberhaupt.

That was the summer of 1963 - when everybody called me Baby, and it didn’t occur to me to mind. That was before President Kennedy was shot, before the Beatles came, when I couldn’t wait to join the Peace Corps, and I thought I’d never find a guy as great as my dad. That was the summer we went to Kellerman’s.
Um es sie selber sagen zu lassen.
Eine der schoensten Erinnerungen in meinem Leben spielt an Abenden mit Freundinnen der Vergangenheit. Wir sitzen gemeinsam da, sehen Dirty Dancing, und schwaermen fuer sie und mit ihr - Jennifer Gray. Natuerlich ist eine grosse Menge sehr ernst gemeinter Humor immer mit dabei gewesen.
Und aehnlich wundervoll, eine ganz andere Babe…


Ja es sind die Frauenrollen in Filmen die es mir angetan haben. Und hey beide sind vielleicht nach schraegen Rollenmodellen gezeichnet, aber das sind sie sehr aufrecht und straight. Meine Sympathie haben sie jedenfalls. Und ratet wer noch alles.
Mit den Kakerlaken des sakizagaci kann ich zwar nicht mithalten, aber dafuer bin ich bin seit heute Opfer eines Fliegenschwarmes geworden. Die dreisten Biester haben es sich an meiner Fensterscheibe gemuetlich gemacht. Sie klebten zu 20’st direkt an dem Fenster hinter meinem Schreibtisch, wobei das Schlimmste wohl die Geraeusche sind, die diese Mistkraepen verursachen. Sssst-Plop, Sssstsst-Plop - immer und immer wieder klatschen sie gegen das Fenster. Es wundert mich wirklich, das die nicht irgendwann ins Koma fallen oder lernen. Zumal ich ihnen ja durchaus - durch das Oeffnen eines Fensters - entgegengekommen bin, um ihnen den Weg in die Freiheit zu ermoeglichen. Aber sie wollen das scheinbar nicht. Jetzt habe ich begonnen sie mit dem Spruehen aller verfuegbaren eckelhaften Dinge - Deo, Haarspray .. - von der Notwendigkeit eines Auszuges zu ueberzeugen. Ein paar von ihnen sind darafhin in ein Koma oder den Tod gefallen, der Unterschied ist nicht so leicht festzustellen und ich habe sie, wie sie waren - allen Unklarheiten ueber ihren Zustand zum Trotz - zum Fenster heraus luftbestattet. Aber trotz das es jetzt schrecklich riecht ist ein kleines Grueppchen hartnaeckiger Biester uebrig geblieben. Ich werde sie weiter anstinken, zumindest so lange sie nicht lernen das dauernde kltschen gegen die Fensterscheibe sein zu lassen. Oder ob es wohl die Moeglichkeit zur friedlichen Koexistenz gibt? Na zumindest gibt es inzwischen Plan B: Ich suche eine moeglichst grosse Spinne und versuche sie zwischen den oberen Doppelfenstern anzusiedeln. Mal sehen.
So faengst Du an. Ein neues Leben mit neuen Herausforderungen wartet auf mich. Na ja so neu werden die Dinge um mich herum nicht, aber ich persoenlich habe mir einiges vorgenommen. Da kommen wir zu den Schuhen. Das hat viel damit zu tun. Ja da springt schon die Katze aus dem Sack, seht ihr sie uh, aufpassen: Ich will einige weibliche Rollenmodelle fuer mich wiederentdecken. Dazu gehoeren Schuhe, Kleider und ja genau diese tollen Schuhe mit den Absaetzen die ich so mag. Leider wird ja erst mal Winter, aber echte Leidensfaehigkeit habe ich ja jetzt lange genug geuebt. Welche Hosen traegt man eigentlich ueber Stiefeln und welche darunter? Viele schrecklich gute Femmes Fatale haben mich ueberzeugt, dass man auch mit dem richtigen Stil ernstgenommen werden kann. Das will ich auch, jawohl. Ich brauch noch eine grosse Portion Selbstbewusstsein. Aber erst mal wartet noch eine Herausforderung auf mich, die es in sich hat. Ach na ja ueber Geometrie werde ich an anderer Stelle sprechen, aber eins sei schon mal versprochen, meine neue Erkenntnis - wie man ein Dreieck ueber den Rand einer projektiv erweiterten Ebene Schiebt und es dann spiegelverkehrt wieder herausbekommt - soll euch nicht vorenthalten/erspart bleiben. Nehmt’s wie ihr wollt.