Meine erste Klausur
in einer Turnhalle
Irgendweswegen hat man sich hier ueberlegt, dass man beim Klausurschreiben in Hoersaelen zu viel schummeln kann (wie auch immer - ist mir ein Raetsel) und deshalb beschlossen diese Veranstaltungen in Turnhallen zu verlegen. Eine Halle, in der sonst wahrscheinlich Fußball gespielt wird, wird durch mehrere Sichtschutzfolien in 5 oder mehr kleinere Bereiche unterteilt. In diesen sitzen dann so um die 60 Studenten an Einzeltischen und schreiben 4 Stunden lang vor sich hin.
Im Vorfeld wurden mir abenteuerliche Geschichten ueber diese Veranstaltungen erzaehlt.
Eine Mitstudentin berichtete, mal von jemandem gehoert zu haben der jemanden kennt der in einer Turnhalle Klausur geschrieben hat, in der in dem abgetrennten Bereich nebenan Football gespielt wurde.
Insgesamt warnen alle vor den unberechenbaren Temperaturbedingungen. Oft ist es ziemlich kalt, da die Raeumlichkeiten ja sonst eher von Leuten genutzt werden, die die ganze Zeit in Bewegung sind und seltener von welchen die 4 Stunden lang stillsitzen und hoechstens ihre Hand- und Hirnmuskeln bewegen.
Heute war es zu warm und stickig. Auch schlecht!
Die Klausur selber hatte 2 interessante Herausforderungen, war aber insgesamt nicht wirklich schwierig. Open Book hieß die Methode, ich bin mit 4 Buechern angerueckt von denen ich 3 auch benutzt habe.
Den Rest des Tages werde ich mich erst mal erholen, mal sehen ob ich es noch schaffe heute Abend auszugehen. Wie ich vermutlich schon mal erwaehnt habe, macht sich hier mehr und mehr eine Abschiedssentimentalitaet breit. Wir gehen zum letzten Mal hier- und dorthin und muessen dies und das noch sehen bevor wir fahren. Damit bin ich gerade ungemein beschaeftigt, aber wer mich kennt wird sicher wissen, dass ich eine große Freundin des Abschiedskitsches bin.