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The jelli life

February 28, 2007

Vorurteile

Filed under: gesehen

Es geht ja in Deutschland haeufig das Geruecht um, dass man in der Tuerkei an allen Ecken ueber’s Ohr gehauen wird, wenn man nicht aufpasst. Vielleicht ist auch was wahres dran. Das ein oder andere Mal hat mir schon jemand mal ein paar Kurus zu wenig zurueckgegeben. Vor ein paar Wochen war ich hier so krank, dass ich um einen Arzt nicht drumrum kam. Meine Krankenkasse behauptet ja dass sie die Rechnung bis zur Hoehe des deutschen Satzes uebernimmt. Deutsche Aerzte sind mindestens dreimal so teuer wie tuerkische. Also schickte ich meine Rechnung hin und Ueberraschung eins ist, dass sie mir 10 Euro Praxisgebuehr abgezogen haben, weil ich die ja in Deutschland haette zahlen muessen. Aber weiter noch: Das mich rettende Medikament hat nicht mal 3 Euro gekostet. Die Krankenkasse hat mir, weil ich es ja in Deutschland haette zahlen muessen, 5 Euro abgezogen. Und nicht etwa dann bei weniger als 3 halt gemacht, sondern den Rest dann von der Arztrechnung noch mit abgezogen, weil das waere ja in Deutschland teuerer gewesen. Wenn der Arzt jetzt zu billig ist, muss ich dann meiner Krankenkasse noch Geld ueberweisen? So bin ich hier jedenfalls noch nicht uebers Ohr gehauen worden!

Das zweite was mir so durch den Kopf geht, ist wie in Deutschland die Reaktion auf den Literaturnobelpreis von Orhan Pamuk aufgenommen wurde. Ok erst klagen sie ihn wegen Verunglimpfung des Tuerkentums an und moegen ihn nicht besonders und freuen sich dann aber alle: Wir, wir Tuerken, sind Literaturnobelpreistraeger.
Da habe ich mich zum ersten mal erinnert, dass es da ja einen nicht besonders beliebten Kardinal Ratzinger gab der uns zum Papst gemacht hat. Und nun hat uns ein eher mittelmaessiger Film, den vorher sicher nur Menschen, die hoffen dass man dem deutsche Kino durch unsinniges Loben Auftrieb geben kann, begeisternd fanden, einen Ruf ausgeloest: Wir haben einen Oskar.

Jeujeunene alles doch!

February 19, 2007

some days off

Filed under: Jammer

Freitag morgen, sehr zeitig, ein paar Minuten bevor ich mich auf den Weg zur Uni begebe, macht ploetzlich zap. Die morgendliche Internetradiounterhaltung schweigt, die Seite laedt nicht mehr, eine gruselige Ruhe macht sich breit. Kein Link mehr am Modem, das Telefon schweigt. Telefon abgestellt!
Ich musste erst mal zur Uni und als ich zurueckkam war klar: Das Internet ist bis Montag nicht wieder da. Ein ganzes kaltes, verregnetes Wochenende offline. Samstag sind wir erst mal mit dem Rechner zu einer Freundin gegangen und haben in ihrem Netz die ueberlebenswichtigen Sachen geregelt und uns dann auf eine lange, ruhige Zeit vorbereitet.
Es ist ja auch nicht so, dass ich mich weniger unterhalte, wenn Internet da ist. In vielen Gespraechen spielen Hintergrundinformationen aus dem www eine grosse Rolle und vor allem gibt es keinen Grund mehr fuer muesames Streiten nur um’s Recht haben, nur um dann “ich hab’s ja gesagt” verkuenden zu koennen. Internet haben ist kein Teil einer virtuellen Persoenlichkeit, sondern ganz real in meinem Leben praesent. Ich hab kein zweites Leben in irgendeiner langweiligen Onlineplattform und koennte auch sonst im Moment mehr Stunden fuellen als der Tag hat. Aber ich liebe die Moeglichkeit mit Menschen zu kommunizieren, die sich nicht in Schallwellenreichweite befinden oder gar lieber zu anderen Zeiten denken und reden als ich.
Es war schon ein seltsames Wochenende, an dem ich manchmal im Raum herumgelaufen bin und mich etwas gefragt habe, um dann zum Rechner zu gehen und… zu ueberlegen, ob ich nicht mal irgendwann etwas gespeichert habe, was mich der Antwort ein Stueck naeher bringen koennte.

February 13, 2007

Contest

Filed under: Schuhe

Zahai hat zum Banner-Contest aufgerufen und nachdem sich string und sakızağacı schon angeschlossen haben, moechte ich natuerlich auch nicht fehlen.
Deshalb - ebenfalls Tataaaa - mein Beitrag:

myBanner

February 4, 2007

more: Klima

Filed under: Life+Style

In den letzten Tagen erreichten mich zahlreiche Aufforderungen gegen den Klimawandel zu protestieren, indem ich an einem Tag 5 Minuten lang keinen Strom nutze. Wir haben beschlossen aktiv daran teilzunehmen. Wir werden beim naechsten Stromausfall (der mehrmals woechentlich von 5 Minuten bis mehrere Stunden stattfindet) nicht rummaulen.