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The jelli life

June 26, 2007

Off öff uff

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Am letzten Tag in Diyarbakır hat mein Magen auf allen moeglichen Wegen seinen Inhalt wieder nach außen befoerdert und es ging mir richtig schlecht. Also habe ich meine letzten Kraefte mobilisiert und mich in Richtung Van See und damit kaelterem Wetter geschleppt, um mich dort erst mal zu erholen. Die Naechste Zeit war sehr anstrengend, voller Einladungen und Diskussionen mit allen moeglichen Menschen. Die Gastrolle ist dabei schwierig, und diplomatische Meinungsvertretung angesagt.
Jetzt werden wir noch mal einen kleinen Abstecher nach Georgien machen, vor dessen Grenze zur Tuerkei ich mich gerade befinde.

June 20, 2007

Osten

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Seit 2 Tagen haben wir die Mittelmeerkueste verlassen und touren durch den Osten der Tuerkei. Unsere touristischen Unternehmungen werden durch osmanische Bauten wie schoene, teilkweise noch immer genutzte Karavansereien, zu Moscheen umgebauten Kirchen und alten Stadtmauern dominiert.
In einer dieser Karavansereien, genauer gestern in Urfa, haben wir Müslem den Naeher getroffen. Er hat uns in langen Saetzen seine Vorstellung der Welt vorgetragen. Einiges davon war sehr interessant. Er meint Gott hat da einen Stein hingstellt und wer da drauf sitzt, dem gehoert fuer diesen Moment dieser Stein. Er kann naehen, daher gehoert ihm dieser Naehladen. Nach ihm wird jemand anders kommen, der auch naeht und das wird dann sein Laden sein. Hach das war alles sehr idealistisch und schnulzig. Von ihm habe ich bisher auch das erste nicht verschwoererische Argument gegen die sogenannte westliche Zivilisation (Amerika filan falan) gehoert, die im Moment hier sehr unbeliebt ist, gehoert. Die alten Imperien haben in allen Orten, die sie erobert haben Spuren hinterlassen, so kann man zum Beispiel an den in alten Mauern gefunden Spuren sehen, zu welchen Zeiten die Roemer, die Griechen oder die Osmanen dort herrschten. Von den heutigen Eroberern (again original Amerika), so sagt er, wird man zunaechst nur Truemmer und Muell und spaeter nichts mehr sehen.
Gestern waren wir bei einer kurdischen Familie zu Gast. Das war saehr interessant, aber auch anstrengend. Alte Maenner, die den Famillienteppich betreten, zu deren Bergueßeung alle in der Hirarchie niedriger stehenden aufstehen und fuer die gleich eine Frau flitzt um Tee zu holen und seine Zigaretten zu suchen. Aber sehr nett waren sie und es war auch schoen, so unerwartet in einem richtigen Bett und das unter freiem Himmel schlafen zu koennen.
Seit heute Mittag sind wir nun in Diyarbakır. Es gab hier bisher die angeblich zweitaeltesten Stadtmauern der Welt, schoene Maerkte und ebendiese sehr interessante alte, zur Moschee umgebaute Kirche zu sehen.
Ansonsten bin ich muede muede muede bin ich!

June 18, 2007

kein Urlaub

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ohne groeßere Probleme. Etwa 100 km hinter Antalya mussten wir abends feststellen, dass wir unser Zeltgestaenge verloren haben. Das ist natuerlich bei einem Zelturlaub hoechst aergerlich. Der Ort der Verlierens ließ sich dafuer einigermaßen gut eingrenzen: Picknickplatz in Sahilkent etwa 150 km vor Antalya. Mein erster Gerdanke war: So ein Pech gibt es doch nicht, wir muessen einfach nur mal zuruecktrampen und das Gestaenge liegt bestimmt noch genau da, wo wir es liegen gelassen haben.
Picknickplaetze werden jeden Morgen aufgeraeumt, vor allem, wenn sie sich in Naturschutzgebieten (mit Caretta Caretta) befinden.
Also saßen wir erst mal etwas truebsinnig vor einer Strandbar hinter Antalya. Den Besitzern eben dieser war unser Unglueck nicht entgangen und sie beschlossen uns ein altes Gestaenge, dass noch bei ihnen rumlag, zu schenken.
Das hat natuerlich gar nicht zu unserem Zelt gepasst. Es bestand aus 3 einzelnen Stangen, waereng unser Zelt aus einer Stange, die sich an jedem Ende in 2 Richtungen verzweigt, bestand.
Trotzdem zurueck in Sahilkent, viele Stunden spaeter, sind wir erst mal den Spuren der oertlichen Muellentsorgung und Verwertung gefolgt. Das war sehr spannend und hat uns am Ende nicht zum verlorenen Zeltgestaenge, dafuer aber zu einem Schrotthaendler gefuehrt. Der hatte jede Menge Kram da, um aus dem falschen aber immerhin existenten Gestaenge ein richtiges zu saegen und basteln. Ganz fertig ist es noch nicht, aber es fehlen nur noch 3 Schellen fuer die Stabilitaet.
Inzwischen sind wir nach vielem hin und her in Mersin gelandet. Ich bin voellig platt und fertig. Es gibt einen Satz auf tuerkisch, den ich inzwischen sogar im Schlaf vor mich hinmurmel, weil ich ihn jeden Tag mehrmals zu hoeren bekomme: Çok sıcak bugün - Es ist wirklich sehr heiß heute.

June 15, 2007

Urlaub3

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Gerade bin ich in Antalya und es ist halb so gruselig, wie ich es mir vorgestellt habe. Gestern war ich richtig schlecht gelaunt. Nachdem wir aus Kaş aufgebrochen waren hat es uns nach Üçağız verschlagen. Es gibt in dieser Gegend anscheinend nur 2 Sorten Orte. Die einen haben die Hotels an der Kueste und die anderen im Stadtzentrum. Der Durchschnıttstouri besetzt dann den jeweiligen Ort, kauft, wie im Reisefuehrer angeraten, nicht beim Tuerken an der Ecke und geht stattdessen in die Bars wo alle Deutsch, Englisch und was noch immer sprechen. In Üçağız stehen an der Kuestenline Yachten und andere Boote und dahinter leben die Leute in Haeusern, deren Bauweise an Geçekondular erinnert. Ach und dann rennen die da alle rum und plaerren Sachen wie: ‘Was koscht nur fuftsch euro? Is ja billisch’ durch die Gegend.
Wir haben uns erst mal erkundigt, wo man an diesem Kuestenort in das Meer springen kann und wurden auf ein sehr groteskes Abenteuer verwiesen.
Man steigt ueber den oertlichen antiken, ich denke lykrischen, Friedhof und badet dort wo ein Plateau ins Meer geht. Es ist schon ein wenig kultur-barbarisch und gruselig, aber die Hitze und schlechte Laune war ueberwaeltigend.
Danach haben wir uns schnell nach Demre (dem Nikolaus-Pilger-Ort) aufgemacht. Es war zwar schon einigermaßen spaet, als wir dort ankamen, aber der Ort hat den Tag gerettet.
Auf dem Markt wlrd man zu erst einmal von einem sehr großen Weihnachtsmann begrueßt, wie er aus dem CocaCola Buch stammen koennte. Danach waechseln sich St. Nikolaus und der neue Weihnachtsmann huebsch ab.
Die St. Nikolaus Kirche ist auch sehr interessant. Ueber die Jahrhunderte hinweg gepflegt, verhaetschelt, beklaut und falsch resatauriert (ein Hinweisschild erklaert dem geneigten Skeptiker, das waeren die Russen gewesen) wuerde nie jemand auf die Idee kommen dort auch nur auf einem Stein rumzuspringen.
Demre selber war endlich ein gewohnt liebenswuerdiger und lebendiger Ort. Nich unbedingt schoen und putzig, aber interessant.
Im Moment sitze ich in einem Internetcaffee, um mich rum zockende Jungs und alle fuer WOW benoetigten Tasten klemmen und sind abgegriffen.
Aber fitte Puschelwesen sind die Kleinen, da waert ihr, liebe meine WOW moegenden Freunde, schnell platt.

June 13, 2007

Urlaub2

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Ich bin gerade in Kaş, es ist wirklich so huebsch, wie mir berichtet wurde. Urlaub ist anhaltend toll, trampen geht super, die Sonne scheint und es gibt viele spannende Dinge zu entdecken. Zum Beispiel Kaunos, eine huebsche, wegen Malaria verlassene alte Stadt, durch deren Grundmauern man bei Sonnenuntergang sehr huebsch wandeln kann. Sie war abwechselnd meist persisch, roemisch und unabhaengig. Die Roemer, die wohl die letzten grossen Bauherren waren, haben ein Bad und 2 TRempel hinterlassen, so dass man heute auf den Mauern des Tempels des Apoll die Fuesse baumeln lassen kann.
Hoffentlich kommen die nie zu Geld, denn eine Tafel am Eingang verkuendet das Vorhaben, das roemische Bad wieder aufzubauen und ein Museum darin zu errichten. Museen hat die Welt aber mehr, als jahrtausende alte Grundmauern..
Ansonsten lerne ich ein bisschen tuerkisch, beobachte die Bauern und ıhre interessanten Bewaesserungsanlagen, folge erfolglos Schildkroetenspuren (Caretta Caretta) und bebade das Mittelmeer.

June 10, 2007

Urlaub

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ist schoen. Ein paar Tage in Bademli, an der Ägäis und nun Sonne in Datça.
Sonnenbrand, gutes Essen, schoenes Meer, Dorf und Kuehe. Kann vielleicht jemand von euch meiner Mama ausrichten, dass es mir gut geht? Ich komme gerade nicht an ihre Mailadresse ran.