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The jelli life

July 30, 2007

Kudosu

Filed under: Fliegen

Sudoku ist ja ein nun schon lange anhaltender Trend, aber ich muss mal davor warnen, die auf den Klo- und Kuechenpapierrollen ernst zu nehmen:

Sudoku fuers Klo

Mittlerweile soll es ja auch Sudoku-Unterhosen geben, leider habe ich bisher keine geeigneten Testobjekte auftreiben koennen.

July 26, 2007

Probleme und so Sachen

Filed under: Jammer

Ich musste mich jetzt daran erinnern, dass oeffentliche Verkehrsmittel in Deutschland unheimlich teuer sind. Also habe ich mein Fahrrad wieder rausgekramt und mir gedacht, ob ich jetzt eine halbe Stunde in der Bahn rumsitze oder auf dem Rad macht doch eigentlich keinen Unterschied. Oh war ich naiv! Mein Hintern und meine Knoechel tun weh, nach 11 Monaten ohne Pedalen treten kein Wunder. Außerdem habe ich, seit ich wieder in Deutschland bin 2 Kilo abgenommen. Zunaechst hat mich diese Entdeckung richtig frustriert. Dann habe ich aber festgestellt, dass ich, selbst in dem wohl schlimmsten anzunehmenden Fall, dass das nun linear so weiter geht, in den naechsten anderthalb Jahren nicht verschwinden werde. In zwei Monaten habe ich dann auch wieder ein Semesterticket und kann mich einfach in die Bahn setzen, wenn ich muede oder hungrig oder beides bin.
Außerdem passieren einem beim Fahrrad fahren kuriose Dinge. Gestern fuhren Kasi und ich so am oertlichen Fluss entlang, mitten am hellen Tag, und wollten ein umzaeuntes Gebiet passieren, in dem zur Zeit hier das Kino-Kultur-Highlight (unter freiem Himmel und so) stattfindet:

Situation beschreibendes Bild

Wir fuhren so munter und nicht allzu schnell auf den Eingangsbereich zu, als uns ploetzlich ein Typ im gelben T-Shirt vor die Raeder sprang und verkuendete, wir muessten auf den anderthalb Metern Eingangsbereich absteigen. Auf die Nachfrage, dass da doch niemand war, bevor er den lockeren Satz von einem Meter machte, hatte er keine Antwort. Am anderen Eingangsbereich, der damit auch unser Ausgangsbereich war, wiederholte sich das Spiel. Nur dass die diesmal springende Frau viel resoluter war und versuchte Kasi vom Rad zu ziehen. Wiederrum Fragen, was das denn soll und dann die Antwort: Das waeren eben die AGB und ihr Job ist es, diese umzusetzen. Wenn uns das nicht passen wuerde, dann gaebe das Hausverbot. Mir ist zwar nicht so richtig aufgefallen, dass ich irgendein Geschaeft mit dem leeren Ding um den Fahradweg eingegangen bin, aber dafuer gibt es ja die Angestellten, die die Umsetzung einer Regel unter Einsatz ihrer koerperlichen Unversehrtheit durchsetzen. Eigentlich habe ich ja auch Mittleid, also das ist mal ein Scheiß Job. Also ich bin noch die naechsten 2 Monate mit dem Rad unterwegs..

July 14, 2007

Jetzt, hier..

Filed under: Life+Style

Nach einer Woche Erholung in Istanbul bin ich dann mit Kazo in, wie eigentlich immer, 3 Tagen nach Deutschland getrampt. Die Tour war ganz schoen anstrengend und Schlafmangel macht mich manchmal etwas gereizt. Aber sie war auch sehr schoen. Diesmal sind wir ueber Rumaenien gefahren. Wir haben einen Fahrer getroffen, der meinte er faehrt nach Bukarest und wuerde uns die Nacht durch mitnehmen. Leider ist er dann doch eingepennt und wir sind ohne ihn weiter gefahren, aber die Idee mit Bukarest hatte uns inzwischen sehr gut gefallen.
Die ganze Reise war von merkwuerdigen Ungluecken gepraegt. Ein LKW ist einfach kaputt gegangen, ein anderer hatte einen Unfall. Jemand hat ihn vorne ausgebremst und daraufhin ist ihm ein anderer LKW hinten drauf gefahren. Dann war da der eben erwaehnte eingeschlafene Fahrer, den mochte ich sowieso nicht, also war das schon ok. In Bukarest haben wir ein Riesenunwetter erlebt. Man konnte keine zwei Meter weit schauen, aber immerhin haben wir den schlimmsten Teil davon im Auto verbracht.
Das einzige wirkliche Problem war aber, dass wir am Ende knackemuede in Pirna angekommen sind. Eine wirklich schreckliche Stadt! Die Leute schauen sehr gruselig aus, trampen war sehr unangenehm, die ersten Nazis laufen einem ueber den Weg, falan filan. Jedenfalls haben wir uns dann doch fuer die S-Bahn entschieden.
Ich freue mich schon, wieder hier zu sein und liebe, lange nicht gesehene, Freunde zu treffen, aber ich vermisse auch den Troubel und die Lebendigkeit von Istanbul.

July 1, 2007

Istanbul

Filed under: Life+Style

Nachdem ich erst mal einen Tag lang bei netten Bauern in Ardahan meinen geplagten Magen mit guten Landprodukten erholt habe, ging es dann los in Richtung Georgien. Die Grenze bei Ardahan existiert eigentlich nur, um dort Stempel an komische Pipeline-Heinis zu verteilen. Am Grenzuebergang war es jedenfalls ziemlich einsam und die ebengenannten Heinis in orangen BP-Anzuegen kann man auch nicht wirklich als Gesellschaft betrachten. Die waren damit beschaeftigt Privilegien zu genießen (Stempel vor uns bekommen, obwohl wir sehr viel eher da waren, wurden unsere Ausweise beim Anblick der 3 Typen sofort beiseite gelegt.. Moment mal bitte..) und Pipeline-Smalltalk zu machen :

Heini1: “We shouldn’t have to much dust there”
Heini2: “No, well, but.. no dust there..blabla”

Dann also auf georgischen Straßen im Staub unterwegs. Zuerst waren wir in in Akhaltsikhe. Das ist eine mittelgroße Stadt, die uns aber nicht unbedingt gefallen hat. Eigentlich wollten wir uns nur ein bisschen dort umsehen und dann ueber die Grenze zurueckgehen. Die war uns dann aber doch zu einsam, so dass wir beschlossen haben, mal eben nach Batumi zu trampen. Das war naemlich am einen Stadtende ausgeschrieben. Auf dem Weg wurden wir eindringlich vor der schlechten Straße und der Einsamkeit der Gegend gewarnt. Aber Reisen heisst ja auch, sich gezielt in Schwierigkeiten zu bringen. Also weiter. Einen Teil des Weges sind wir dann auch noch gut mitgekommen, nur um uns dann irgendwann, mitten in den Bergen, auf einer wirklich sehr schlechten Straße.. ja eher einem Feldweg durch die Berge wieder zu finden.
Nur mit der Information versorgt, dass vor uns ein Gebirge, oben der Ort Beschumi und dahinter dann Khulo liegt, hat uns dann das wohl einzige Auto des Tages aufgelesen. Das war ein Minibus, der uns aber als seine Gaeste durchs Gebirge einlud. Dann ging es also in die Berge. Als erstes erfuhren wir, dass die Passhoehe sich auf schlappen 2223 Metern befindet. Was fuer ein Gebirge! Einsam und wunderschoen und wir mit gerade mal 10 kmh ueber Berge, durch kleine Fluesse und immer knapp am Abgrund unterwegs. Die Menschen der wenigen kleinen Orten unterwegs waren sehr freundlich, haben alle russisch gesprochen (Mehr als 3 Worte habe ich trotzdem nicht verstanden, aber die konnte man immer neu kombinieren und aufsagen) und wollten uns unbedingt, nicht immer zu unserer Freude, helfen.
Jedenfalls kann ich die georgischen Berge empfehlen: einsam, wild und gigantisch.
Dann wollten wir eigentlich mit dem Zug nach Istanbul fahren, aber an der Grenze hat uns gleich ein sehr netter LKW nach Samsun aufgegabelt, also sind wir mitgefahren.

Jetzt bin ich wieder in Istanbul. Den ersten Tag habe ich nur im Bett verbracht und bin damit dann endlich auch meine immer wiederkehrende Gesundheitsplage mal losgeworden. Ansonsten genieße ich jetzt erst mal diese tolle Stadt und meine lieben Freunde hier.