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The jelli life

May 17, 2006

Ayaan Hirsi Ali

Ayaan Hirsi Ali wurde am 16. Mai aus den Niederlanden ausgebürgert. Die ganze Sache steht zwar im Moment noch zur Diskussion aber die Geschwingigkeit und die ganze Art und Weise, die man geradezu nur noch mit plump bezeichnen kann, mit der die Sache angegangen wurde, geben schon zu denken Sie plant nun, in die USA zu gehen, um dort für den neokonservativen Thinktank „American Enterprise Institute“ in Washington (D.C.) zu arbeiten. Die wichtigsten Punkte, die sie politisch geprägt haben, findet man unter dem oben verlinkten Wikipedia Artikel. Über die aktuellen Vorgänge berichten zur Zeit viele Medien, wie zum Beispiel die aktuelle Jungle World:

Guten Aufenthalt!
ich-ag der woche

Abschieben! Dass ausgerechnet ein ehemaliger Wegbegleiter Pim Fortuyns sie des Landes verweisen will, mag verwundern. Schließlich hat sich Ayaan Hirsi Ali ebenso wie Fortuyn immer besonders kritisch zum Kulturrelativismus gegenüber der islamischen Comunity geäußert. Dennoch steht die Abgeordnete der rechtsliberalen Partei wieder einmal in der Kritik. Eine Fernsehdokumentation hat die Sprache auf den gefälschten Asylantrag gebracht, mit dem sich die aus Somalia stammende Hirsi Ali im Jahr 1992 das Aufenthaltsrecht in den Niederlanden sicherte.

Doch sind die Vorwürfe längst bekannt, und die Schuld ist bereits seit dem Jahr 2003 eingestanden. Dass der Betrug plötzlich von rechtskonservativer Seite wieder vorgebracht und skandalisiert wird, hat wohl einen anderen Grund. Denn im Gegensatz zu den Konservativen lehnt die Islamkritikerin Hirsi Ali eine Beschränkung der Einwanderung in die Niederlande ab. Ganz im Gegenteil engagiert sie sich für die Rechte von Asylsuchenden und fordert, dass auch so genannte Wirtschaftsflüchtlinge aufgenommen werden. Dass sich ausgerechnet eine der schärfs­ten Kritikerinnen der niederländischen Inte­gra­tions­politik einer rassistischen Ausländer-Raus-Kampagne verweigert, dürfte dem rechten Lager unverschämt erscheinen. Deshalb richtet sich die Kampagne mit einem Mal auch gegen Hirsi Ali selbst.

Aber ihr steht noch mehr Ärger ins Haus. Die seit dem Mord an Theo van Gogh, für den sie das Drehbuch zum Film »Submission« schrieb, ständig unter Polizeischutz lebende Abgeordnete muss ihre Wohnung in Den Haag aufgeben. Das entschied ein Gericht. Der Grund hierfür ist: Die Nachbarn haben sich über die aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen beschwert.

ivo bozic

Ich habe mir schon länger vorgenommen ihren Film Submission anzusehen. Leider habe ich ihn in voller Länge (11 Minuten) nur hier mit niederländischen Untertiteln gefunden (Falls jemand ihn ohne Untertitel findet, bitte melden, ich bin leider zu faul, um weiter zu suchen aber irgendwie stört das schon.). Mir fehlt leider das Wissen über den Islam, um eine Provokation darin zu sehen. Ich finde ihn eigentlich gut. Er ist sehr intelligent gemacht (auch der Stil gefällt mir sehr) und spricht keine direkte Kritik, sondern einen Widerspruch, der diskutiert werden muß, aus. Es gibt keine Lösung aber auch keine Drohung, nur ein Problem, das nicht von der Hand zu weisen ist.
Ayaan Hirsi Ali war am 31. Mai 2005 bei Sandra Maischberger zu Gast. Mit ihr diskutierten Heiner Geißler (ehemaliger CDU- Generalsekretär), Heinz Buschkowsy (SPD/Berlin) und Irmgard Prim, die vor 25 Jahren zum Islam konvertiert ist. Die Diskussion ist teilweise schon ein bisschen strange (Intergrationspolitik ist ein schwieriges Feld…). Man hat ein wenig das Gefühl, als würden die Argumente von Ayaan Hirsi Ali vor die Realität geworfen aber ich finde es schon interessant zu sehen, welchen Weg diese Gedanken gehen können.

Auf jeden Fall bin ich gespannt auf die Fortsetzung Submission (Part II) (an der sie nach eigener Aussage arbeitet) und die weitere Diskussion. Sie prägt auf eine sehr unaufgeregte und sachliche Art die Diskussion über den Islam. Sie ist nicht so plump antiislamistisch, nicht rassistisch und sehr klar in ihren Aussagen. Vielleicht ist sie deswegen auch so gefählich/gefährdet?

March 8, 2006

Ach Berlin

ist toll.
Gestern bin ich sehr gemuetlich mit einem interessanten und netten Gespraechspartner nach Berlin getrampt. Er ist Schauspieler und war zur Hamletpremiere im oertlichen Staedtchen angereist. Ich war mir bisher nicht sicher ob ich dieses Theaterstueck nicht einfach nur als Werbung fuer VW oder als schlechte Moeglichkeit mal wieder haeufig ‘Kultur’ zu sagen betrachten sollte, oder ob es tatsaechlich interesant ist. Mein Reisebegleiter eroerterte mir die eingesetzten dramatischen Kniffe, seine Einschaetzung dazu, das Buehnenbild und und und .. ich denke: Das Stueck ist interessant.
Zufaellig hat er mich dann noch direkt vor der Tuer von A abgesetzt, die dann auch da war, Zeit hatte und sich ueber meinen spontanen Besuch gefreut hat. Oh und sie hat mir etwas tolles geschenkt…

Da war ja noch was: 8. Maerz und so.
Ich hatte eine sehr interessante Diskussion mit sakızağacı. Letztes Jahr wurde in Istanbul eine Frauentagsdemo ziemlich brutal von der Polizei angegriffen, was damals in Europa sehr stark thematisiert wurde. Genau darum ging dann auch unsere Unterhaltung, also welchen Grund/Einfluss es hat, wenn bspw. Deutschland sich ploetzlich fuer die Rechte der Frauen in der Tuerkei interessiert. Das werden wir sicher in den naechsten Wochen auch fortsetzen.?

February 25, 2006

My body’s my body is mine.

Heute moechte ich einmal genauer sagen, was mich an Barb Wire

so fasziniert.
Sie bricht die Regeln, sie ist nicht nett, nicht schoen, man moechte sie nicht anfassen, ihr lieber nicht zu nahe kommen. Sie fasziniert.
Sie ist ein Cyborg:

Kuenstlich: Haare, Finger, Busen, Po, Bauch Beine alles in Form trainiert - umoperiert. Man kann vielleicht kritisieren in welche Art Cyborg sie sich verwandelt hat, aber sie bleibt eine Pionierin. Vielleicht waeren ja Technik in den Armen

und Roentgenaugen

genreentsprechender gewesen, aber eigentlich auch nur eine klassische Umformung. Ok alles klassisch: Riesenbrueste? Bestenfalls Comic - Cyborg. Unaesthetisch - nur weil unnatuerlich. Selbstgebaut. So haesslich wie es ein dritter Arm waere. Vielleicht waere der mir praktischer vorgekommen, aber man kommt mit zweien doch ganz gut hin.

see What is a cyborg
Und last but not least der Ort an dem nicht vorbeikommt, wenn man sich (aus technischer wie auch theoretischer Sicht, manchmal sowieso schwer zu trennen) mit dem Thema Cyborg beschaeftigt:Donna Haraway.

February 24, 2006

On the way

Waehrend ich ueber den 8. Maerz und Sexismus nachdenke moechte ich euch von Cindy Sherman erzaehlen, deren Fotografien mich sehr beeindruckt haben. Sie hat mit ihren Bildern unter anderem eine Form der Genderkritik gefunden, die lebendig, kritisch und analytisch ist und zugleich aufregt und veraendert. Sie schafft es irgendwie mehrdimensional etwas sehr klar und komprimiert zu formulieren.