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The jelli life

July 26, 2007

Probleme und so Sachen

Filed under: Jammer

Ich musste mich jetzt daran erinnern, dass oeffentliche Verkehrsmittel in Deutschland unheimlich teuer sind. Also habe ich mein Fahrrad wieder rausgekramt und mir gedacht, ob ich jetzt eine halbe Stunde in der Bahn rumsitze oder auf dem Rad macht doch eigentlich keinen Unterschied. Oh war ich naiv! Mein Hintern und meine Knoechel tun weh, nach 11 Monaten ohne Pedalen treten kein Wunder. Außerdem habe ich, seit ich wieder in Deutschland bin 2 Kilo abgenommen. Zunaechst hat mich diese Entdeckung richtig frustriert. Dann habe ich aber festgestellt, dass ich, selbst in dem wohl schlimmsten anzunehmenden Fall, dass das nun linear so weiter geht, in den naechsten anderthalb Jahren nicht verschwinden werde. In zwei Monaten habe ich dann auch wieder ein Semesterticket und kann mich einfach in die Bahn setzen, wenn ich muede oder hungrig oder beides bin.
Außerdem passieren einem beim Fahrrad fahren kuriose Dinge. Gestern fuhren Kasi und ich so am oertlichen Fluss entlang, mitten am hellen Tag, und wollten ein umzaeuntes Gebiet passieren, in dem zur Zeit hier das Kino-Kultur-Highlight (unter freiem Himmel und so) stattfindet:

Situation beschreibendes Bild

Wir fuhren so munter und nicht allzu schnell auf den Eingangsbereich zu, als uns ploetzlich ein Typ im gelben T-Shirt vor die Raeder sprang und verkuendete, wir muessten auf den anderthalb Metern Eingangsbereich absteigen. Auf die Nachfrage, dass da doch niemand war, bevor er den lockeren Satz von einem Meter machte, hatte er keine Antwort. Am anderen Eingangsbereich, der damit auch unser Ausgangsbereich war, wiederholte sich das Spiel. Nur dass die diesmal springende Frau viel resoluter war und versuchte Kasi vom Rad zu ziehen. Wiederrum Fragen, was das denn soll und dann die Antwort: Das waeren eben die AGB und ihr Job ist es, diese umzusetzen. Wenn uns das nicht passen wuerde, dann gaebe das Hausverbot. Mir ist zwar nicht so richtig aufgefallen, dass ich irgendein Geschaeft mit dem leeren Ding um den Fahradweg eingegangen bin, aber dafuer gibt es ja die Angestellten, die die Umsetzung einer Regel unter Einsatz ihrer koerperlichen Unversehrtheit durchsetzen. Eigentlich habe ich ja auch Mittleid, also das ist mal ein Scheiß Job. Also ich bin noch die naechsten 2 Monate mit dem Rad unterwegs..

May 30, 2007

SßtreTeßrsResßt

Filed under: Life+Style, Jammer

Im Moment bin ich 7 Tage 24 Stunden pro einem davon mit der Organisation des Umzuges beschaeftigt. Sakızağacı hat schon vieles erzaehlt, meine Bloglaune ist in den letzten Tagen ein wenig im Stress untergegangen. Zum Beispiel:

Die Katze muss hierbleiben. Es gibt da eine gewisse EU Verordnung nach der es nur aus bestimmten Laendern unproblematisch ist, sein Haustier mitzunehmen. Die Liste ist zwar lang, aber die Tuerkei steht nicht drauf. Wir haben also die Katze an hoffentlich liebevolle Haende weitervermittelt. Das ist alles noch nicht 100%ig, aber bis Freitag wird es sich (bei der hoffentlich stattfindenden Uebergabe) klaeren. Die Katze hat noch die fuer ein so tolles Exemplar seiner Art sicher nicht schwierige Aufgabe, die gesamte Palette an Schleimereien rauszuholen und sich beliebt zu machen.

Vor ein paar Tagen wurde ich nachts unsanft durch lautes Klopfen und Rumpeln geweckt. Es stellte sich dann heraus, dass die Polizei so gegen 4.00 Uhr in der Nacht irgendwas von unseren Nachbarn wollte. Als der erste Muezzin gerufen hat (Sonnenaufgang), waren sie dann fertig. Mitgenommen wurde, soweit ich das beobachtet habe (Ich habe das genauso wie alle anderen Nachbarn, die bei dem Krach sowieso nicht schlafen konnten, sehr genau verfolgt.) niemand. Am naechsten Morgen klopfte es an der Tuer und ich dachte, dass das sicher der vorher schon mal erwaehnte Nachbarsjunge ist. Der klopft oefter am Tag, mal um zu sagen, dass die Katze draußen ist, mal um zu fragen, ob wir sie rauslassen koennen.
Diesmal war es aber die Polizei. Zuerst standen sie zu zweit vor der Tuer und haben ziemlich rumgepoebelt. Die Drohung, einen Anwalt zu rufen hat sie zwar einigermaßen beeindruckt, sie haben dann nicht versucht, uns (wir standen zu zweit in der Tuer) wegzuschieben und in die Wohnung zu kommen. Sie bestanden allerdings darauf, Paesse zu sehen und als ich losging, um meinen zu holen, flupte der eine von den mittlerweile drei Polizisten in die Wohnung rein. Zum Glueck ist der Flur ziemlich eng und wir standen ihm dann auf je einer Seite im Weg.
Was sollte das Ganze? Das bleibt wohl das Geheimnis der Polizei, wie auch der naechtliche Besuch, bei unseren Nachbarn. Sie haben behauptet, es haette sie jemand angerufen weil es hier Drogen gaebe. Also ich bin ja manchmal blind und so, aber wo in unserer Gegend Drogenhandel stattfindet, sehe ich so gut, wie jeder andere und wie auch die Polizei. In unserem Haus wohnen 2 Familien mit Kleinkinden, die selten Besuch bekommen, ueber 12 Stunden am Tag arbeiten und trotzdem kein Geld haben. Außerdem wuerde jeder von den Leuten hier eher selber kommen und Stunk machen, als die Polizei zu rufen. Die hat im kurdisch gepraegten Mahalle einfach kein gutes Standing als Konfliktloeser.
Es gibt wie immer Geruechte, wie gesagt, die Leute hier sind Kurden, im benachbarten Mahalle wohnen viele Roma und es gibt einen Sanierungsplan, nachdem das Viertel hier fuer andere Zielgruppen erschlossen werden soll. So gibt es hier seit einer Weile viel hellere Straßenbeleuchtung und auch die Muellabfuhr kommt inzwischen mindestens zweimal am Tag. Es soll halt sauberer werden.
Soweit die Geruechtekueche. Was aber wahr ist:

Am Samstag fahre ich in den verdienten Urlaub. Erst in Richtung Dardanellen, dann wohin einen das Trampen in der Tuerkei so treibt. Salzsee, Gebirge, Kaş, Diyarbakır und vielleicht noch einen Abstecher nach Georgien. Abgesehen von kurzen Besuchen in Internetcaffees bin ich dann Anfang oder Mitte Juli wieder an meinem eigenen Rechner zu erreichen.

May 25, 2007

Filed under: Life+Style, Jammer

Die Katze bringt tote Maeuse und tote Salamander an, ok sage ich, das ist eben eine Katze.
Als sie letztens mit 2 anderen Katzen vor der Tuer sass, sag ich auch ok, aber bleibt alle draußen.
Heute kam sie mit 2 Kindern an, die dann ploetzlich neben mir vorm Computer saßen und neugierig viele Fragen, natuerlich in tuerkisch, gestellt haben.
Ich war fix und fertig, die Kinder schon am Schuhe ausziehen und wer hat sich verpisst? Madame Katze..

March 17, 2007

Aufhoeren!

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Die letzte Zeit ist irgendwie verhext, ich habe unfreiwillig viel Zeit in zwei sehr verschiedenen tuerkischen Krankenhaeusern verbracht (nur als Besucherin, zum Glueck), hatte haesslichen Stress an der Uni und dann hatte auch noch mein Rechner gestern einen kein-Strom-mehr bedingten Absturz, von dem er sich erst mal nicht zu erholen schien. Ich hatte mich schon richtig in meinem neuen Unglueck eingerichtet und angefangen verschiedene Dinge, deren Nutzen erst mal nicht sehr erklaerlich ist (Rechner auseinanderbauen, in alle Teile pusten), als mein guter Freund X, um mich zu troesten, meinte, das einzige was er fuer mich tun kann ist seine magischen Haende ueber meinem Rechner kreisen zu lassen. Er meinte das natuerlich eher, um mich aufzuheitern, fing dann aber trotzdem an seine Hand auf meinen Rechner zu legen und lustige Dinge zu murmeln. Tja wie soll ich es sagen, es gibt immer wieder komische Zufaelle und vielleicht hat auch eher die Abwesenheit meiner Bemuehungen in diesen Sekunden zum Weiteren beigetragen, aber ploetzlich ging der Rechner an, mit ein bisschen rumpeln und fsck, aber ohne Probleme.
Man kann ja nicht immer nur unerklaerliches Pech haben, das andere muss ja auch existieren.

March 1, 2007

Knatsch

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Noergel hat die Elenore beleidigt und die ist nun traurig. Ich finde das nicht nett und weil ich letztens so viel Spaß mit Gimp und animated gif hatte, an dieser Stelle ein paar Blumen fuer die geknickte Elenore:

Blumen fuer Elenore

February 19, 2007

some days off

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Freitag morgen, sehr zeitig, ein paar Minuten bevor ich mich auf den Weg zur Uni begebe, macht ploetzlich zap. Die morgendliche Internetradiounterhaltung schweigt, die Seite laedt nicht mehr, eine gruselige Ruhe macht sich breit. Kein Link mehr am Modem, das Telefon schweigt. Telefon abgestellt!
Ich musste erst mal zur Uni und als ich zurueckkam war klar: Das Internet ist bis Montag nicht wieder da. Ein ganzes kaltes, verregnetes Wochenende offline. Samstag sind wir erst mal mit dem Rechner zu einer Freundin gegangen und haben in ihrem Netz die ueberlebenswichtigen Sachen geregelt und uns dann auf eine lange, ruhige Zeit vorbereitet.
Es ist ja auch nicht so, dass ich mich weniger unterhalte, wenn Internet da ist. In vielen Gespraechen spielen Hintergrundinformationen aus dem www eine grosse Rolle und vor allem gibt es keinen Grund mehr fuer muesames Streiten nur um’s Recht haben, nur um dann “ich hab’s ja gesagt” verkuenden zu koennen. Internet haben ist kein Teil einer virtuellen Persoenlichkeit, sondern ganz real in meinem Leben praesent. Ich hab kein zweites Leben in irgendeiner langweiligen Onlineplattform und koennte auch sonst im Moment mehr Stunden fuellen als der Tag hat. Aber ich liebe die Moeglichkeit mit Menschen zu kommunizieren, die sich nicht in Schallwellenreichweite befinden oder gar lieber zu anderen Zeiten denken und reden als ich.
Es war schon ein seltsames Wochenende, an dem ich manchmal im Raum herumgelaufen bin und mich etwas gefragt habe, um dann zum Rechner zu gehen und… zu ueberlegen, ob ich nicht mal irgendwann etwas gespeichert habe, was mich der Antwort ein Stueck naeher bringen koennte.

May 6, 2006

Meine Woche

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Ich war die ganze Woche so unendlich krank. 2 lange Tage habe ich im Bett gelegen und nur an die Decke starren koennen. Das hat mich so genervt, dass ich, sobald ich wieder stehen konnte, losgeangen bin, um ein paar Dinge zu machen die mir wichtig sind. Zum Beispiel meine Lieblingsvorlesung besuchen. Das hatte dann natuerlich zur Folge, dass ich, kaum zu Hause, wieder nur im Bett liegen und die Decke anstarren konnte. Wenigstens war das aber dadurch nicht ganz so langweilig. Egal - jetzt geht’s wieder.
Waehrend der letzten Woche habe ich ein sehr persoenliches Verhaeltnis zu meinen Mandeln bekommen. (Man kann ja so im Delirium nicht allzu intellektuellen Gedanken nachgehen..) Die eine jedenfalls sieht, wenn sie die halbe Groesse eines Tischtennisballs erreicht hat, ziemlich merkwuerdig aus. Ihre Oberflaeche gleicht mehr einer Mondlandschaft mit tiefen Kratern, als dass sie der benachbarten Mandel aehnelt. Jetzt, wo sie wieder kleiner ist, faellt das kaum auf aber so ein Koerper hat schon seltsame Ecken.
Dafuer aergere ich mich im Moment mit der LaTex-Beamer-Klasse herum. Der Rechner will diese eine Grafik nicht darstellen. Jede andere ja, nur nicht die, die ich gern will. Ich habe inzwischen Teddybaeren in 20 Versionen und Formaten an verschiedenen Ecken auf der Praesentation und es werden mehr…

February 10, 2006

Habe

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ich schon mal erwaeht, dass warten stinkt?

February 4, 2006

Ich habe ja schon laenger befuerchtet,

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dass irgendwann viel Zeit vergeht und diese Zeile da oben in den Text hier unten rutscht. Ohwehohweh. Ich werde mich dann naechste Woche in der grossen Stadt (mit Hilfe von zahai?) darum kuemmern. Bis dahin muesst ihr eben ein bisschen schielen…
Gestern hatte ich wieder eine Sternstunde, aber eher mit solchen Sternen die man sieht, wenn man eine LAtte vor den Kopf geknallt bekommt, also so Comic-maessig. Genau so habe ich mich waehrend der bloeden Klausur gefuehlt. Erst durch Holzsaegen und hacken konnte ich mich dann wieder beruhigen. Zu meiner grossen Freude fiel mir dann innerhalb von Minuten auch alles ein, was ich vorher stundenlang vergeblich in meinem Kopf gesucht habe.
Keine Ahnung was dieser bloede Stress soll. Das ist ueberhaupt nicht konstruktiv, ich mache nur Unsinn und habe dann auch noch eine gute Ausrede und nix gekonnt. Grrrrrr
Jetzt muss ich mich erst mal um meinen Ofen kuemmern, damit ich in Ruhe ein paar euklidische Bewegungen durch die Ebene schicken kann. Das ist mal eine sehr huebsche Sache, unheimlich praktisch und man kann eine ganze Menge verschiedene Theorie daran beobachten.

February 2, 2006

Stress

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Irgendwie bin ich voellig gestresst. Muss eine sentimentale Phase sein. Eigentlich passieren gerade eine Menge nette Sachen ueber die ich mich freue, aber natuerlich habe ich nur Augen fuer die Gemeinheiten. Ist am Ende wieder so eine Ahhh die Welt will mich pruefen und was wenn ich es nicht schaffe Geschichte. Morgen ist die erste Klausur, eigentlich mache ich mir, mal so gesehen, keine grossartigen Sorgen. Nur Stress…
Ich versuche gerade meine Nerven mit Pfefferminztee zu beruhigen, das klappt auch, aber wenn ich daran denke, was fuer schoene Dinge ich lernen koennte, wenn ich nicht so waere. Aber dann waere ich sicher auch in anderen Punkten nicht wie ich, und eigentlich bin ich das ja wirklich gerne.
Im Uebrigen hat sogar der Hund schon Depressionen. So schlimm ist es. Sie wollte heute nicht mal mit dem Quietschball spielen, der ja sonst immer das Allergrossartigste ueberhaupt ist. Erst nachdem ich damit 5 Runden um den Tisch getobt bin, ist sie mal aufgestanden und hat ein bisschen rumgepiepst. Von dem Stoffball ganz zu schweigen, aber der wehrt sich ja nicht mal.