Eine Katze
bringt nur Freu(n)de ins Haus:
?
Ich wusste gar nicht, dass Wespen Fleisch- bzw Aas-Fresser sind und mit Katzen teilen koennen.
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bringt nur Freu(n)de ins Haus:
?
Ich wusste gar nicht, dass Wespen Fleisch- bzw Aas-Fresser sind und mit Katzen teilen koennen.
hier gleich ein paar Bilder von unserer neuen Katze:
Zuerst wie wir sie hier meistens sehen,

dann von oben

und noch einmal in klassischer Pose.

Das Kaetzchen hat sich schon richtig eingelebt, faucht die Hunde an und klaut ihnen das Futter. Leider waren bisher alle Versuche, ihr die Sache mit dem Einziehen der Krallen nahezubringen, erfolglos. Immerhin verteilt sie die Kratzer gleichmaessig auf alle. Ordentlich Terror auf der Tastatur machen, wenn sie der Meinung ist, dass sie jetzt mehr Aufmerksamkeit als die Kiste verdient, kann sie auch schon. Außer ihr sollte sich das sicher niemand trauen…
Und vielen Dank an elenore fuer die tollen Bilder.
Ich hatte ja lange keine Lust mehr zu bloggen, aber heute ist etwas sehr grossartiges passiert. A. und ich sind aufs Land gefahren, um bei einer Bekannten/Freundin von ihr sehr tolle Paenutbuttercockies zu essen. Ausserdem gab es noch Moehrenkuchen, aber eigentlich waren wir ja aus einem anderen Grund dort.
Wir wurden in ein Zimmer gefuehrt in dem etwa 5 Katzen im Alter von etwa einem halben Jahr saßen. 4 davon verschwanden sofort in irgendwelchen Ecken, aber eine blieb sitzen und versuchte weiter eine Fliege zu fangen, als waeren wir gar nicht da. Ich habe angefangen sie zu streicheln und sie blieb sitzen. Guckte zwar ein bisschen wie: Eh was wird denn das jetzt, ich habe da noch was mit dieser Fliege vor:, aber ich habe sie erst mal mit rueber genommen und wir haben uns beschnuppert. Ok sie stank etwas, aber es war klar: Die passt zu uns. Eigentlich hatte ich ja den Auftrag eine weibliche Katze mitzubringen, also wurde ein Buch mit Bildern geholt und nachgeschaut. Unsere Katze hat sehr eindeutig Hoden, aber eigentlich war alles schon zu spaet und ich verliebt. Nach einem kurzen Anruf zu Hause, ob es denn auch ein perfekter Kater sein kann, was bejaht wurde, war die Wahl beschlossen und wir konnten uns den Cockies zuwenden.
Jetzt sitzt die perfekte Katze unter dem Kuechenpodest, hat schon den Hund (nein “der Hund der unsere letzte Katze umgebracht hat” lebt zur Zeit nicht hier, der wurde zugunsten der Katze voruebergehend ausquartiert) angefaucht und sich von allen mit einem noch etwas verhaltenen Schnurren kraulen lassen. Wenn jemand (vielleicht Elenore (???) mal mit einer Digicam vorbeikommt, dann gibt es demnaechst auch das erste Foto. Versprochen, aber jetzt gibt es erst mal Fisch fuer alle…
Ja das ist das Biest mittlerweile wieder. Letzte Woche ist ihr Halsband verloren gegangen und die Gelegenheit war guenstig ihr endlich das huebsche gruene im Landhausstil zu schenken. Das ist naemlich aus der Holly-Serie von Doris Schröder-Köpf.

Ist es nicht ganz schick? Ein bisschen Herbst-Style.
Als ich da so stand, war ich auch sehr versucht ihr auch noch den Holly Line Ball am Seil zu kaufen, aber gluecklicherweise musste ich sowieso auch noch in die Zahnpastaecke und einkaufen ist sowieso immer so hektisch, da habe ich das ganz vergessen. Aber schick ist der Ball, passend zum Halsband. .
Vielleicht gibt es ja unter euch einen Hundnikolaus (/wink, /zaunschmeiss)? Stellt euch nur vor, wie wir beide dann durch Pieschen ziehen wuerden? Vorbei an Hools, Prolls und Alkoholikern mit Krasshunden und schlechten Manieren. Ganz im englischen Landhausstil…
Ich weiss nicht so recht, mit welchen Worten ich beschreiben kann, was alles gerade schief laeuft. Unsere Katze wurde von dem Hund, der unter meiner Verantwortung steht umgebracht. Das war die Nacht von Donnerstag zu Freitag. Ich stand daneben und bin eine Weile mit einem ziemlichen Knall durch die Gegend gerannt. Am Freitag abend wurden wir das zweite Wochenende in Folge von 15 bis 20 Nazis/Nazi-Hools angegriffen. Diesmal waren sie allerdings ziemlich nuechtern und koordiniert. Wir leben jetzt sicher erst mal wieder mit vielen Diskussionen und Aengsten und Verbarrikadierungen unter einem Dach. Alles ist gerade ein bisschen wie aus Watte hier, so undurchdringlich surreal.
Die neue Katze hat inzwischen schon den inoffiziellen Namen Fauchi bekommen, weil es eben das ist, was man momentan von ihr mitbekommt. Wir wissen ja noch nicht einmal sicher ob sie eine Katze oder ein Kater ist, eben weil sie sich seit 3 Tagen unterm Sessel verbarrikadiert hat.Bisher gibt es noch keine gemeinsamen Ideen, wie wir eine Schmusekatze aus ihr machen koennen, sondern nur, wie immer, lauter verschiedene Meinungen, die dann auch gemacht werden. Mehr fuettern oder weniger, es wird schon von allein, weil das ist ja kein Dauerzustand fuer so ein Katzi, lieber in Ruhe lassen oder vielleicht nimmt sie jemand mit zu sich und wird sie Dauerbequatschen und was noch immer. Ich denke ja, sie soll sich an uns alle gewoehnen und nicht nur an einer Person haengen, irgendwann wird sie schon vorkommen und neugierig sein, und wenn wir das Futter ans andere Ende des Raumes verlegen muessen. Na immerhin gibt es lange und grosse Debatten ueber Katzenzaehmung hier. Damit seit ihr, liebe Exilmitbewohner, Kenner der Kotsche und sonstige Freunde jetzt ungefaehr im Bilde ueber die Lage. Also falls noch jemand Tipps beisteuern will, solange sie einigermassen plausibel klingen, werden wir sie sicher auch mal mitdiskutieren…
Ach ja eigentlich sollte sie ja, in guter Tradition, den Namen Matschka bekommen, aber s’wird wohl wirklich was anderes werden, wenn sie noch laenger das kleine Biest gibt. Ach, aber das Biest ist wirklich ganz allerliebst.
Katze ist da. Sie sitzt noch unterm Sessel und faucht. Na hoffentlich ist sie wirklich eine Katze, aber wenn nicht auch egal, dann halt Kater, weil suess ist sie… Wenn sie ein bisschen zahm geworden ist, dann erzaehl ich euch mehr.
Katzen, seit wir verkuendet haben, nach einer angemessenen Trauerzeit, eine Nachfolgerin der Kotsche zu suchen, um das leidige - altes Haus und Maeuse - Problem zu vermeiden. Scheinbar gibt es unzaehlige kleine Harbstkaetzchen die ein neues Zuhause suchen. An dieser Stelle muss ich auch noch mal betonen, dass wir wirklich nur eine KATZE suchen, und dass wir bis zu A’s grosser Geburtstagsparty um Kotschka trauern (vor allem auch weil so eine Party fuer eine neue Katze immer erst mal ein ganz schoener Schreck ist).
Und ausserdem habe ich heute das erste mal diese Saison geheizt. Stark wa?
Zuerst hat es super geraucht, weil das Ofenrohr nach dem letzten ein- und ausbauen nicht mehr dicht war. Zum Glueck hat M dann meinen Winter vorm Computer mit einer lustigen grauen Dichtmasse gerettet. Andererseits sind das auch die Situationen in denen ich mir immer ein bisschen komisch vorkomme. Ich stand da so vor diesem rauchenden Ding wie ein kleines Haeufchen Elend und sah mich vor meinem inneren Auge bereits lange und unheimlich frieren, mehrere Leute kamen vorbei, um zu fragen ob alles bei mir ok ist und ich fuehlte mich, durch dieses extra Verweisen auf die Desolatheit meiner Situation, noch hilfloser. Na ja immerhin kann ich das naechste mal gleich selber an graue Gabbelmasse denken und mich ueber die schoene Waerme freuen.
Als ich zu Hause eintraf war das Loch bereits gegraben. Kotschka ruht also jetzt unter der Wiese in unserem Hof. Wir haben inzwischen alle lustigen Geschichten ueber sie ausgetauscht, viele makabere Witze gemacht und unsere Traurigkeit geteilt. Natuerlich mussten wir auch diskutieren wieviel Trauer um so eine Katze angemessen ist. Da ein Grossteil der Leute sich eine sentimentale Beerdigung gewuenscht hat, und auch einige ehemalige Mitbewohner sich diesem Ereignis anschliesen wollten, haben wir das also dann auch so gemacht. B war in den letzten Monaten auf 2 Beerdigungen und konnte uns ein wenig in die Konventionen einweisen. So haben wir alle eine Blume geworfen, eine Schaufel Erde gekippt, dramatische Gesichter gemacht und Kotsche verabschiedet. Eine Rede gab es nicht. Dafuer ein grosses Festessen. B hatte einen, im doppelten Sinne des Wortes, unheimlich suessen Katzenkopfkuchen gebacken, und es gab es Eis, Quark- und Schokokuchen mit Streusseln. Zum Essen war dann auch M gluecklicherweise mit anwesend. Er war die einzige Gegenstimme beim Thema feierliche Beerdigung. Wie es sich fuer ein demokratisches Hausprojekt gehoert, hatte er deshalb auch eine Beerdigungsprotestaktion vorbereitet. Es wurden Flyer mit durchgestrichenen Kreuzen geworfen und ein Spruch aus dem Fenster gehaengt. Leider hatte ich meine Brille vergessen, deshalb weiss ich auch nicht genau was darauf stand. Auf jeden Fall ging es gegen Totenkult und so. Alles in allem war es also ein sehr schoener und persoenlicher Abschied.
Zum Thema Pietaet und Tod wollte ich euch auch noch einige Episoden der vergangenen Tage erzaehlen.
Episode 1: Gestern Nachmittag haben N und ich die Katze beim Tierazt abgeholt. Das musste zwischen 16.00 und 19.00 Uhr gemacht werden. Leider hatte ich von 16.40 bis 18.10 Vorlesung. Deshalb sind wir so gefahren, dass wir um 16.00 Kotschka eingesammelt, dann an der Uni gehalten und eine Vorlesung mitgemacht haben um anschliessend nach Hause zu fahren. Vorher hat N laut ueberlegt ob es denn ok ist die Kotsche so lange im Auto stehen zu lassen. Ganz die pragmatische Jelli sage ich daraufhin: Klar sie wird’s schon ueberleben. Oups..
Episode 2: Beim Tierazt mussten wir erst mal eine Weile anstehen. Dann hatten wir Kotschi in einem Korb, sehr huebsch mit einem Leichenzellstoff bedeckt neben uns und warten auf die abschliessenden Formalitaeten. So ein Ableben beim Tierarzt ist nicht nur teuer und tragisch, sondern auch mit einigen Formalitaeten verbunden. N und ich stehen also da und machen betretene Gesichter. Eine Frau, die neben uns sass, fragte ploetzlich, auf unseren Korb zeigend, was wir denn da drin haetten. Sie machte dazu dieses Gesicht, dass Leute machen die in Kinderwagen zeigen und fragen “Wen haben wir denn da?” und so aehnlich hat sie es wohl auch gemeint. Ich hatte ploetzlich eine gemeine Idee und musste etwas kichern. Schnell verzog ich meine Mundwinkel nach unten und machte ein trauriges Gesicht dazu. Nach einer kleinen und geschickten dramatischen Pause antwortete ich knapp immer noch und stockend: “t o t e Katze”. Da waere sie fast vom Stuhl gefallen. Das war wirklich fies.
Na ja, gut das man auch ein bisschen Humor dabei findet. Leider habe ich heute Nacht von der Kotsche getraeumt, sie hat mich aus dem Korb angeschaut in den wir sie hineingegossen haben, als ihr Koerper noch ganz weich war. Aber sie sah nicht boese aus, sondern hat einfach nur geschaut.
Sie war eine wundervolle Katze. Fing Maeuse wie keine andere. Kaempfte gegen Hunde, Marder und andere Feinde. Maekelte am Futter herum und wollte von allem nur das Beste. Bekommen hat sie unser Haus, wo sie viel zu frueh mehrere ihrer 9 Katzen zustehenden Leben einbuesste. Heute Nacht ist sie an den Folgen ihrer Diabetes verstorben.
Morgen Nachmittag gegen 16.00 Uhr findet die feierliche Beisetzung statt.