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The jelli life

April 19, 2007

Tuerschloss

Filed under: Life+Style

Vor ein paar Tagen ging die Tuer zur Wohnung nicht mehr zu, weil der Schnapper nicht mehr so recht wollte. Nach einem kurzen Check der anderen in der Wohnung befindlichen Tuerschloesser, dem Tuerschlossmarkt und der finanziellen Lage war schnell klar: Das Ding muss wieder funktionieren. Also erst mal einen passenden Schraubenzieher besorgen und aufschrauben.
Zuerst sprangen ein paar Federn und andere Einzelteile in alle Richtungen davon, was dann auch noch die Katze auf den Plan gebracht hat. Insgesamt ist der Mechanismus aber nicht besonders kompliziert und gerade deswegen sehr spannend. Nachdem ein bisschen Rost raus und Oel reingewandert war und alle Teile wieder an ihrem Platz saßen, schnappte auch wieder alles.

Tuerschloss

Das einzig komplizierte war der Einbau, weil die Hoehe des Loches in der Tuer nicht wirklich zu der des Gegenstueckes in der Wand gepasst hat. Der Usta hatte das damals geloest, indem er das Schloss mit den Schrauben um einige Milimeter nach oben angezogen hat. Aber bis wir herausgefunden hatten aus welchem Grund die Schrauben so schief und fest da drin waren, sind noch eine Menge Nerv und Muskelkater angefallen.
Immerhin war es eine gute Gelegenheit mal wieder mit den Nachbarn von oben zu kommunizieren, die alle Weile mal vorbeikamen, um sich nach dem Stand des Fortschritts zu erkundigen und anzubieten einen Usta anzurufen.

April 10, 2007

Hatay II

Filed under: Life+Style

sakızağacı hat ja schon angefangen, ein wenig von unserem Urlaub zu erzaehlen.

Hatay

Kurz vor Dörtyol haben wir zum ersten Mal draußen in der Sonne Kaffee getrunken, bevor wir dann die Autobahn verließen. Da hat uns erst mal die oertliche Polizei aufgelesen und mit zur Wache genommen, weil sie es nicht gut fanden, wenn wir so in der Gegend rumlaufen ohne ordentlich gefruehstueckt zu haben. Die Wache war sehr witzig. Alle liefen in Freizeitjogginghosen rum und im hinteren Teil des Raumes standen Sofas mit Blick auf einen großen Fernseher der lustige Militaerkriegsfilme mit im Sumpf rumkrabbelnden Soldaten abspielte. Vorne waren mehrere Fruehstueckstische gedeckt und wir wurden mit an einen davon gesetzt. Es war dann auch einigermassen schwierig, dort wieder los zu kommen.
Eigentlich sind wir ja in diese Gegend gefahren, weil uns von sehr vielen Leuten hier von der Schoenheit von Antakya vorgeschwaermt wurde. Wir sind dann auch dort gewesen, aber da hatten wir dann schon die Bekanntschaft von Nv gemacht, der uns nach Kırıkhan gebracht hat. Anfangs war es sehr nett mit ihm abzuhaengen, wir sind viel mit dem Auto rumgeduest, haben am Strand rumgehangen und diskutiert. Aber er ist auch derselbe komische Typ der irgendwann beschlossen hat, sich in meinen Pass zu verknallen und mich unangenehm anzubaggern. Ich kann nicht genug tuerkisch, um richtig zu poebeln und er war irgendwie resistent gegen nein. Also hatten wir viele interessante Diskussionen, ob jetzt sakızağacı aufgrund von mehr tuerkischkenntnissen und mehr ernstgenommenem Erscheinungsbild da jetzt mal was fuer mich klaeren sollte, oder ob wir versuchen sollten einfach abzuhauen, oder was sonst getan werden konnte. Bevor wir es geschafft haben wegzukommen bin ich dann aber doch noch explodiert und habe wild mit Steinchen den paar Schimpfworten die mir einfielen um mich geworfen. Da war er dann beleidigt und ich besser gelaunt.
Das war dann ein ganzes Stueck von Antakya weg bei İskenderun, es war dort auch schoen, also sind wir geblieben.
Danach waren wir erst mal 3 Tage in einem interessanten Dorf bei Arsuz. Diesmal war es ein Grundschulleiter, der uns an seinen Lieblingsurlaubfleck, das lustige Dorf, auf Hatay gebracht hat. Aber ich muss erst mal essen. Es gibt ein tolles Moussaka, das kann nicht warten.

March 31, 2007

Ferien

Filed under: Life+Style

Seit gestern habe ich endlich Ferien und heute Abend geht es los. Der Plan ist in Richtung Ankara, dann weiter der Sonne nach zu trampen und moeglicherweise in der Gegend bei Adana anzukommen:

Plan A

Ich bin schon ganz aufgeregt, mal sehen wo wir landen werden.

March 25, 2007

Ausflug

Filed under: Life+Style

sakızağacı hatte es ja schon angekuendigt und gestern war es dann so weit: Visumsausflug nach Bulgarien. Als mein Wecker Freitag morgen wie immer viel zu frueh klingelte, konnte ich es mir gar nicht richtig vorstellen. Ich musste ja auch erst mal einen Tag konzentriert an der Uni rocken, meine Uebungen halten und den Straßenverkehr in dieser Megametropole ertragen. Kurz vor 5 kam ich dann voellig verhungert zu Hause an und nach einem tollen Essen haben wir uns dann auf den Weg nach Bulgaristan gemacht.
Der fing dann erst mal mit dem Verlassen dieser Stadt und einer weiteren Runde Istanbul trafik an. Das bedeutet 2 Stunden mehr stehend als sitzend stop and go durch die Stadt geruettelt zu werden. Irgendwann waren wir dann aber endlich in İkitelli, dem Stadtteil mit der Mautstation in Richtung Edirne. Wir haben uns dann auf den Weg von der Busstation zur Mautstelle gemacht und schon auf dem Weg hielt ein LKW auf dem Randstreifen der Autobahn an. Der hat uns dann mit Tempo 40 bis 60 ein paar Kilometer mitgenommen und an einem dieser hier typischen kleinen Truckstops an der Autobahn rausgelassen. Dort wurde uns auch gleich Hilfe angeboten und wir waren bald Gespraechsthema Nummer 1 im Lokanta. Wir waren dann auch recht schnell mit Tee und Kaffee abgefuellt und an einen netten Fahrer vermittelt, der erst nicht recht wollte, uns dann aber doch schnell mochte. Er hat uns bis zum LKW-Stau vor der Grenze mitgenommen. Dazu muss man sagen, dass tuerkische LKW-Fahrer sehr viel interessanter sind als europaeische. Wenn man als tuerkischer Staatsbuerger ein Visum fuer die Europaeische Union haben will, muss man mindestens ein Haus, ein Auto, einen gut bezahlten Job und viele anerkannte soziale Bindungen in der Tuerkei nachweisen koennen. Wenn man das mit dem Fehlen einer breiten sozialen Mittelschicht zusammendenkt faellt schnell auf, dass Visen fuer die EU meist also nur der reichen Oberschicht vorbehalten bleiben. Als Truckerfahrer kommt man aber selten aus ebendieser, hat aber trotzdem die Gelegenheit viel zu reisen. Und genauso sind sie dann meistens unterwegs. Mit offenen Augen, meist bemueht in vielen Sprachen ein bisschen Smalltalk machen zu koennen, einer differenzierten Meinung zu den verschiedenen bereisten Laendern und dem Bewusstsein, eine anerkannte, vielleicht auch beneidete, soziale Position zu haben.
Wer die, neu zur EU-Aussengrenze erhobene, sich ueber viele Kilometer erstreckende Megamonsterniemandslandschaft bei Edirne kennt und sich dazu vorstellt, wie wir nachts bei Wetterleuchten und kaltem Wind ohne Auto durch diese Oednis spazieren, wird sicher schon beim Gedanken daran furchtbar muede werden. Wir haben uns dann auch erst mal einen verlassenen kleinen Laden in Капитан Андреево gesucht und dort die Nacht verbracht. Es war zwar trocken und windstill, aber ich habe trotzdem um 8, sehr zu sakızağacıs Unglueck, Aufbruch angesagt, so gemuetlich fand ich es dort nicht. Es hat ja auch der wie immer alle Versprechen haltende gute bulgarische Kaffee und eine Reise nach Свиленград auf uns gewartet. Das ist eine sehr nette Kleinstadt, die, da sie dann doch die groeßte in einem weiten Umfeld ist, einiges an Infrastruktur zu bieten hat. Man kann dort in vielen kleinen Kaffees rumhaengen, auf der mit Wimpeln geschmueckten Hauptstrasse promenieren, Koefte vom Schwein essen und Wein kaufen, aber auch Huehner, Truthaehne, Esel und Gaense durch die Strassen spazieren sehen.
Mit vielen tollen Schaetzen im Gepaeck haben wir uns dann, nach einer ausfuehrlichen Kleinstadtbesichtigung, auf den Rueckweg gemacht. An der Trampe haben wir dann auch schnell einen Truck gefunden, der uns bis zur Grenze bringt. Wieder in der Tuerkei haben wir dann Levent, auch Truckerfahrer, getroffen, der uns erst mal zum Essen eingeladen und dann mit in Richtung Istanbul mitgenommen hat. Er durfte aber nicht vor 9 ankommen, weil tagsueber das Ueberqueeren der Bosporusbruecken und ueberhaupt das durch die Stadt gurken fuer LKWs verboten ist. Also mussten wir noch zweimal unterwegs anhalten und uns mit noch mehr Tee abfuellen lassen. Unter anderem haben wir an der Truckerraste ca 100 km vor Istanbul, an der wir vor etwa einem Jahr mal haengengeblieben sind gehalten. Das war ein sehr lustiges Wiedersehen, weil ich dort eine merkwuerdige Veraenderung an mir bemerkt habe. Mir ist erst nach dem Verstreichen von ganzen 15 Minuten an den Blicken der um mich herum Sitzenden aufgefallen, dass ich die einzige Frau im Lokanta bin. War ja auch ein Truckstop, aber irgendwie gewoehnt man sich auch daran, also die Stimmung, der Tee und das Essen in diesen Lokalitaeten ist wirklich gut.
Na jedenfalls war es eine sehr aufregende Reise und ich habe viele lustige, witzige und aufregende Geschichten noch nicht erwaehnt, aber bestimmt wird sakızağacı ein paar davon noch erzaehlen.

March 18, 2007

Mein Mahalle

Filed under: Life+Style

Am fruehen Abend lag schon ein Hauch von Stress und Aufregung in der Luft. Als wir vorhin nach Hause kamen liefen ein paar Robocops mit Riesenflashlight die Parallelseitengasse runter. Von der einen Seite munkelt es Nevroz, von der anderen Diyarbakır und von hinten Irak. Wenn man abends gerade friedlich das Wohnungsschloss wechselt und dabei einen beißenden Geruch in der Nase verspuert und sowieso schon ein ungutes Gefuehl hatte, weil die Prostituierten von oben irgendwesgen heute Nacht nicht arbeiten, dann wohnt man im kurdischen Mahalle.
Ich denke auch, dass die Aufregungen gerade wohl etwas damit zu tun haben, dass in der oeffentlichen Diskussion immer mehr mit einem tuerkischen Militaereinsatz gegen die Kurden im Irak gespielt wird. Ein paar kurdische Politiker, die daraufhin meinten, das dann als Angriff auf sie selber zu bewerten, wurden verhaftet und das Land schaut seit Tagen abwartend gen Diyarbakır.
Mal sehen, ob sich noch mehr herausbekommen laesst, als problem var. Auf die Cops bin ich aber schon auch sauer, was ist den das bitte fuer eine bloede Taktik bei jedem Stress das ganze Viertel im Traenengasnebel zu versenken. Das ist immerhin ein ganz schoen heftiges Zeug.

Ja und ausserdem ist wirklich bald Nevroz.

March 17, 2007

Aufhoeren!

Filed under: Jammer

Die letzte Zeit ist irgendwie verhext, ich habe unfreiwillig viel Zeit in zwei sehr verschiedenen tuerkischen Krankenhaeusern verbracht (nur als Besucherin, zum Glueck), hatte haesslichen Stress an der Uni und dann hatte auch noch mein Rechner gestern einen kein-Strom-mehr bedingten Absturz, von dem er sich erst mal nicht zu erholen schien. Ich hatte mich schon richtig in meinem neuen Unglueck eingerichtet und angefangen verschiedene Dinge, deren Nutzen erst mal nicht sehr erklaerlich ist (Rechner auseinanderbauen, in alle Teile pusten), als mein guter Freund X, um mich zu troesten, meinte, das einzige was er fuer mich tun kann ist seine magischen Haende ueber meinem Rechner kreisen zu lassen. Er meinte das natuerlich eher, um mich aufzuheitern, fing dann aber trotzdem an seine Hand auf meinen Rechner zu legen und lustige Dinge zu murmeln. Tja wie soll ich es sagen, es gibt immer wieder komische Zufaelle und vielleicht hat auch eher die Abwesenheit meiner Bemuehungen in diesen Sekunden zum Weiteren beigetragen, aber ploetzlich ging der Rechner an, mit ein bisschen rumpeln und fsck, aber ohne Probleme.
Man kann ja nicht immer nur unerklaerliches Pech haben, das andere muss ja auch existieren.

March 9, 2007

Youtube und der Rest

Filed under: gesehen

Seit 2 Tagen ist in der Tuerkei das Onlinevideoportal Youtube gesperrt. Der Grund ist so haesslich wie unglaubwuerdig. Irgendein Grieche soll auf Youtube Atatuerk als homosexuell “beschimpft” haben, und nun ist angeblich die ganze Nation beleidigt. Irgendein Ministerium hat die Youtube Seite gesetzlich gsperrt. Besonders viel Muehe haben sie sich nicht gegeben, der Eintrag im DNS wurde geaendert und Anfragen an die Original-IP von Youtube.com werden geblockt. sakızağacı hat schon einen ausfuehrlichen Text ueber die verschiedenen Moeglichkeiten trotzdem Youtube zu sehen geschrieben.
Die Diskussion hier ist aber nicht minder spannend. Vor zwei Tagen war irgendwann von der einen auf die andere Sekunde Youtube nicht mehr zu sehen und dafuer aber folgender Text.
Sowenig man vorher von den ganzen Vorgaengen mitbekommen hat, so schnell hat sich die Nachricht im Nachhinein rumgesprochen. Die Reaktionen sind unterschiedlich und gehen von “ich mag sowieso Youtube nicht” ueber den Aufruf freien Zugriff auf das Internet als Buergerrecht zu fordern bis hin zur Gleichsetzung der Tuerkei mit China und Iran.
Fuer letzteres ist das alles noch technisch zu dilettantisch, alle statischen Proxies sind noch zu erreichen und das Ansehen von Videos ist damit zwar langsam, steht aber bisher noch nicht unter Strafe. Die beiden ersten Standpunkte sind sehr aehnlich zur Diskussion in Deutschland. Nur dass hier wirklich alle Menschen, die ich bisher getroffen habe, eine Meinung dazu hatten und dass zum Beispiel meine sonst eher unpolitische “Kollegin” sich heute von mir die Benutzung von Proxies hat kurz erklaeren lassen. Andererseits hat sich bisher niemand ueber den Ausloeser der Diskussion aufgeregt. Die Bezeichnung von Atatuerk als homosexuell soll das Tuerkentum beleidigen, und das einzige was hier zur oeffentlichen Diskussion steht, ist die Konsequenz die daraus gezogen wird.
Die hier sehr verbreitete Homophobie und der Umgang in der Gesellschaft damit laesst sich daran nur erahnen. Aber um es nur mal schnell fuer das voreilige Publikum zu sagen: Es gibt hier sehr wohl eine nicht sehr kleine Gayszene. Die Probleme und Schwierigkeiten mit diesem Thema sind sicher andere als in Deutschland, aber in vielen Dingen sind die Menschen hier im privaten sehr viel toleranter als in Deutschland, nur eben nicht in der oeffentlichen politischen Diskussion.
Ich werde die Diskussion in den naechsten Tagen sicher weiterverfolgen, die Einschaetzungen ueber kommende Eriegnisse gehen von dem favorisierten “Das ist sicher nur eine kleine Drohgebaerde und geht bald vorbei” bis zu “Ab jetzt geht’s weiter abwaerts mit den Buergerrechten”.

Edit: Vor 10 Minuten hat Heise es verkuendet und seit 5 Minuten geht es wieder. Die Videos sollen inzwischen geloescht sein, was allen einen Gesicht wahrenden Rueckzug aus dem Schlamassel ermoeglicht.

March 4, 2007

Podcast

Filed under: Life+Style, gesehen

Lange ging ja das Geruecht um, aber nun ist er da: der neue Antifa Podcast Channel A. Im Moment quaelt er sich noch durch die langsame Leitung hier und ich bin schon ganz neugierig wie er so ist, aber die Themen klingen schon mal sehr spannend.
Also ich bin dabei und voller Vorschusslorbeeren. Hurra, hurra und in 20 Minuten ist er da!

March 1, 2007

Knatsch

Filed under: Jammer

Noergel hat die Elenore beleidigt und die ist nun traurig. Ich finde das nicht nett und weil ich letztens so viel Spaß mit Gimp und animated gif hatte, an dieser Stelle ein paar Blumen fuer die geknickte Elenore:

Blumen fuer Elenore

February 28, 2007

Vorurteile

Filed under: gesehen

Es geht ja in Deutschland haeufig das Geruecht um, dass man in der Tuerkei an allen Ecken ueber’s Ohr gehauen wird, wenn man nicht aufpasst. Vielleicht ist auch was wahres dran. Das ein oder andere Mal hat mir schon jemand mal ein paar Kurus zu wenig zurueckgegeben. Vor ein paar Wochen war ich hier so krank, dass ich um einen Arzt nicht drumrum kam. Meine Krankenkasse behauptet ja dass sie die Rechnung bis zur Hoehe des deutschen Satzes uebernimmt. Deutsche Aerzte sind mindestens dreimal so teuer wie tuerkische. Also schickte ich meine Rechnung hin und Ueberraschung eins ist, dass sie mir 10 Euro Praxisgebuehr abgezogen haben, weil ich die ja in Deutschland haette zahlen muessen. Aber weiter noch: Das mich rettende Medikament hat nicht mal 3 Euro gekostet. Die Krankenkasse hat mir, weil ich es ja in Deutschland haette zahlen muessen, 5 Euro abgezogen. Und nicht etwa dann bei weniger als 3 halt gemacht, sondern den Rest dann von der Arztrechnung noch mit abgezogen, weil das waere ja in Deutschland teuerer gewesen. Wenn der Arzt jetzt zu billig ist, muss ich dann meiner Krankenkasse noch Geld ueberweisen? So bin ich hier jedenfalls noch nicht uebers Ohr gehauen worden!

Das zweite was mir so durch den Kopf geht, ist wie in Deutschland die Reaktion auf den Literaturnobelpreis von Orhan Pamuk aufgenommen wurde. Ok erst klagen sie ihn wegen Verunglimpfung des Tuerkentums an und moegen ihn nicht besonders und freuen sich dann aber alle: Wir, wir Tuerken, sind Literaturnobelpreistraeger.
Da habe ich mich zum ersten mal erinnert, dass es da ja einen nicht besonders beliebten Kardinal Ratzinger gab der uns zum Papst gemacht hat. Und nun hat uns ein eher mittelmaessiger Film, den vorher sicher nur Menschen, die hoffen dass man dem deutsche Kino durch unsinniges Loben Auftrieb geben kann, begeisternd fanden, einen Ruf ausgeloest: Wir haben einen Oskar.

Jeujeunene alles doch!